Das Wetter in Finnland
Es gibt Regionen in Sibirien, die auf den gleichen Breitengraden wie Teile Finnlands liegen. Trotzdem liegt die Durchschnittstemperatur auf finnischer Seite im Durchschnitt rund 13 Grad höher. Dieser glückliche Umstand ist dem Einfluss des Golfstroms zu verdanken.
Finnland kann grob in zwei Wetter-Regionen unterteilt werden: den südlichen Teil des Landes und den nördlichen Teil, oberhalb des Polarkreises. Der Süden Finnlands, gleichzeitig Heimat der meisten Einwohner, weist im Jahresdurchschnitt rund 7 Grad höhere Temperaturen als der Norden auf. Hier ist der Winter nur etwa halb so lang wie im nördlichen Lappland und die Sonne sorgt in der dunklen Jahreszeit zumindest für einige Stunden Tageslicht.
Im äußersten Norden hingegen führt die Polarnacht für rund 50 Tage ein eisernes Regiment, welches dem Urlauber jedoch durch besonders viele Polarlichter am Himmel versüßt wird. Für den Norden gelten zudem garantiert weiße Weihnachten mit einer hohen und dichten Schneedecke.
Auch im Süden Finnlands kann man in der Regel von Oktober bis Januar mit einer durchgängigen Schneeschicht rechnen. Die vielen Seen frieren zu und tauen teilweise erst unter den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings wieder auf.
Ab März werden die Tage auch nördlich des Polarkreises wieder deutlich länger, während die Temperaturen weiterhin für optimale Schneeverhältnisse sorgen. Diese Zeit ist bei Finnen die beliebteste, um in die nördlichen Ski-Regionen zu reisen.
Im Süden des Landes hingegen befreit sich die Natur schon wieder langsam von der Last des Winters und Laubwälder zeigen ihr erstes Grün.
Sonne ohne Pausen, berauschender Herbst
In den Sommermonaten geht die Sonne oberhalb des Polarkreises über zwei Monate lang nicht unter. Auch im Süden Finnlands taucht die Mitternachtssonne die Landschaft in dieser Zeit in ein eigentümliches Licht. Die Temperaturen sind im Raum Helsinki von Anfang Juni bis Mitte September vergleichsweise mild und ansatzweise mit denen Norddeutschlands zu vergleichen. In Lappland hingegen dauert der Sommer nur von etwa Juli bis August. Das Barometer übersteigt in dieser Region auch an den wärmstens Tagen selten die 10-Grad-Marke.
Der Herbst in Finnland ist zwar kurz, dafür aber umso farbenfroher. Die Einheimischen nennen die Verfärbung der Landschaft zu dieser Jahreszeit Ruska – Rot und sanfte Gelbtöne bestimmen das Landschaftsbild. Die Durchschnittstemperatur nähert sich langsam der Frost-Grenze und in Lappland fällt ab Mitte September erster Schnee. Die ohnehin schon verlassenen Landschaften wirken noch ein wenig einsamer und der nächste lange Winter naht.
