Feiertage in Norwegen
Gesetzliche Feiertage
1.1: Neujahr
"Godt Nytt år“ oder genauer gesagt „Frohes neues Jahr“ heißt es auch am 1. Januar in Norwegen.
Ostern
Die Osterwoche (Påske) in Norwegen unterscheidet sich kaum von den Ostertagen in Deutschland, allerdings ist in Norwegen bereits der Gründonnerstag als gesetzlichen Feiertag veranschlagt. Eine Besonderheit ist das Osterfest des Samenvolkes im Norden Norwegens, mit dem das Ende der Winterzeit zelebriert wird.
1. Mai: Tag der Arbeit
An jedem 1. Mai ruht in Norwegen die Arbeit, weil es sich – wie in Deutschland – um einen gesetzlich anerkannten Feiertag und öffentlichen Ruhetag für alle Beschäftigten handelt.
17. Mai: Nationalfeiertag
Zurückzuführen ist dieser Feiertag auf den 17. Mai 1814: An diesem Tag erarbeitete die Nationalversammlung in Eidsvoll, ca. 70 Km nördlich von Oslo, eine eigenständige Verfassung. Fast 200 Jahre später gilt der 17. Mai als größtes nationales Fest und mündet alljährlich in ein ausgiebigen Feiern.
Der Nationalfeiertag ist auch der Höhepunkt für Schulabsolventen der Oberstufe, die sich selber „Russ“ nennen. Dieser Brauch stammt aus der Zeit, als Norwegen unter der Herrschaft Dänemarks stand und die einzige Hochschule in Kopenhagen stand. Die norwegischen Studenten mussten bei der Examensprüfung an der dänischen Universität ein Horn tragen, das sie bei Bestehen ablegen durften. Das Horn ablegen, auf lateinisch „cornua depositurus“, wurde durch die Verwendung der letzten drei Buchstaben zum Namensgeber der Bewegung. Erst später wurde ein zweites „s“ angehängt. Deutlichstes Erkennungsmerkmal der Abiturienten ist die rote oder blaue Russmütze.
Christi Himmelfahrt
Genauso wie in Deutschland ist „Christus Himmelfahrt“ ein gesetzlicher Feiertag und fällt jedes Jahr auf einen Donnerstag in der Zeit zwischen dem 30. April und dem 3. Juni.
Pfingsten
Der Pfingstmontag, „andre pinsedag“ genannt, ist gesetzlicher Feiertag in Norwegen.
Weihnachten
Wichtigster Tag ist wie in den meisten Ländern der Heiligabend, der in Norwegen „Julaften“ heißt. „Jul“ oder „Hjul“ ist das altnorwegische Zeichen für Sonne und entstammt dem heidnischen Brauch des winterlichen Sonnenwendefestes. Ein Unterschied zu den deutschen Bräuchen ist der traditionellen Rundgang um den geschmückten Tannenbaum, bei dem sich alle Beteiligten bei den Händen nehmen und zusammen Lieder singen.
Je nach Region wird an Heiligabend entweder Fisch, als Lutefisk (Stockfisch) oder deftige Speisen wie Hammel mit Kohl (Farikal), Lammrippen oder Rauchfleisch serviert. Auch die Norweger verfügen über eine schier endlose Anzahl an Weihnachtsgebäck, Kuchen, Stollen, und weiteren süßen Leckerein. Der traditionelle Weihnachtskuchen (julekake), vergleichbar mit dem deutschen Christstollen, darf genauso wenig fehlen wie der Glühwein (Gløgg) oder das speziell für Weihnachten gebrauchte Bier, das „Juleøl „ heißt. Oft erscheint auch die Fabel der „Jul-Nisse“, eine kleiner Klabautermann, der als Helfer des Weihnachtsmannes fungiert. Einem alten Brauch nach, muss dem „Jul“ vor dem Essen eine Schüssel Milchreis vor die Tür gestellt werden, damit der Troll keine Streiche spielt. Norwegische Kinder lieben es, sich als „Julebukk“ zu verkleiden, um dann anschließend singend durch die Nachbarschaft zu ziehen.
Spezielle Festtage in Norwegen
23. Juni: Sankthans
Sankthans oder das Sankt-Hans-Fest, ist eine Zusammensetzung aus dem Namen St. Johannes und findet einen Tag vor dem Gedenktag an Johannes den Täufer statt. Ursprünglich handelt es sich um einen heidnischen Brauch des Mitsommerfestes oder Sommersonnenwende, die den längsten Tag des Jahres zelebrierte, bis die Christen die alte Tradition durch neue Brauchtümer ersetzte. Die meisten heidnischen Sitten des Mitsommerfestes sind dadurch vollkommen in Vergessenheit geraten. Einziges Überbleibsel der heidnischen Kultur ist das Entzünden von großen Lagerfeuern (Sankthansbåler) mit Familie und Freunden. In der damaligen Zeit dienten diese Holzfeuer dem Schutz vor bösen Geistern und Kräften.
29. Juli: St. Olav´s Tag
Der St. Olav´s Tag ist ein Gedenktag an den heilig gesprochenen norwegischen König Olav II. Haraldsson, der von 1015 bis 1028 das Land regierte.
