Klima & Reisezeit
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Foto: Per Eide/Innovation Norway
Apfelblüte in Lofthus am Sørfjord
Das klassische Bild des kalten Nordens trifft nicht auf Norwegen zu. Tatsächlich legt Norwegen in den Frühling- und Sommermonaten vielerorts sein weißes Winterkleid ab, die Durchschnittstemperaturen liegen bei 15 bis zu 25 Grad. Selbst Städte wie Bodø oder Tromsø, die weit im Norden des Landes liegen, erwachen zwischen Juni und September aus ihrem Winterschlaf, die Temperaturen liegen im zweistelligen Gradbereich.
Der Golfstrom beschert dem Fjordland rund um das Jahr milde Temperaturen, im Winter hält er die wichtigsten Häfen der Westküste eisfrei.
Frühjahr
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Foto: Terje Rakke/Nordic life/Innovation Norway
Helgelandskysten: Wanderer
Die Zeit zwischen Mai bis Mitte Juni, wenn die Temperaturen in Süd-, Ost- und Westnorwegen langsam hochklettern und sich die Natur von seiner ganzen Schönheit zeigt, gilt vielen Norwegen-Urlaubern als die Schönste. Im Frühling erblüht wieder die Pflanzenwelt, Bäume treiben in den Wäldern aus und hüllen die Landschaft in grüne Farbtöne, Wollgräser sprießen auf den Bergplateaus und Schmelzwasser aus den Hochebenen speist die Flüsse und Wasserfälle. Wassersportarten wie Rafting oder Kanufahren haben im späten Frühjahr ihre Hoch-Zeit. Warme Kleidung ist trotzdem notwendig, denn in den Bergen und den nördlichen Gebieten ist das Wetter immer noch unbeständig und die Nächte kalt.
Sommer
Am angenehmsten ist das Wetter Norwegen zwischen Ende Juni und Anfang August. Die Tage werden länger und vor allem richtig warm. In der „Sommerstadt“ Oslo können die Temperaturen sogar 30 Grad erreichen. In Scharen zieht es Einheimische genauso wie Touristen an die weißen Sandstrände der Küste. Für „Kälteempfindliche“, die den arktischen Norden bereisen möchten, ist der Sommer definitiv die angenehmste Reisezeit. Mehrere Monate steht die Sonne pausenlos am Himmel und ermöglicht Elch- oder Moschusochsen-Safaris bei milden Temperaturen. Das Meer und die fischreichen Fjorde werden zum absoluten Anglerparadies. Sogar ein kurzer Spaziergang wird zum Erlebnis, wenn die Strahlen der Sommersonne in eindrucksvollen Farben von den Gletscherwänden reflektieren.
Herbst
Das Ende des Sommers kündigt sich durch das Untergehen der Sonne und die kürzeren Tage an. Ähnlich wie in Deutschland fallen auch in Norwegen Mitte September die Temperaturen. Pünktlich zum Herbstbeginn tauschen die Bäume ihr grünes Sommerkleid gegen rote, orange und braune Blätter und laden zu ausgiebigen Wanderungen und zum Pilze- oder Beerensammeln ein. Während das Klima an den Küsten verhältnismäßig mild bleibt, gehen die Temperaturen im Landesinneren immer weiter zurück.
Winter
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Foto: CH/Innovation Norway
Skifahrer in Geilo
In den nördlichen Regionen wie der Finnmark brechen die dunklen Wintermonate ein und Temperaturen bis zu – 40 Grad sind keine Seltenheit. Doch gerade die kalte Jahreszeit, die das komplette Land mit Schnee bedeckt, lockt mit einmaligen Naturschauspielen: Verschneite Hochgebirge und seltene Felsformationen erheben sich über Täler und Fjorde, dazu sind malerische Nadelwälder und eisige Schneewüsten zu bewundern.
Das „Ende des Jahres“ ist auch die beste Reisezeit, um die Polarlichter zu bestaunen. Diese Lichter des Himmels sind ausschließlich in der Dunkelheit der Wintermonate zu erkennen. Abgesehen von der Natur ist Norwegen ein Paradies für Wintersportler und garantiert auf unzählbaren Hängen und Pisten beste Bedingungen für Skifahrer, Langläufer und Snowboarder.
