Feiertage in Schweden

Gesetzliche Feiertage

1.1: Neujahr

Silvester lassen auch die Schweden die Sektkorken knallen. Der gesetzliche Neujahrsfeiertag am 1. Januar heißt im Schwedischen Nyårsdagen.

6. Januar: Heilige drei Könige

Die Reise von Caspar, Melchior und Balthasar sind der Grund für den gesetzlichen Feiertag, der im schwedischen Trettondedag heißt und kurz gesagt Dreikönigstag bedeutet.

Karfreitag

Zwei Tage vor Ostern freuen sich die Schweden auf ein verlängertes Wochenende, wenn der Långfredagen das christliche Osterwochenende einleitet

Ostern

Das Osterfest heißt in Schweden Påsk und unterscheidet sich deutlich von dem Fest in Deutschland. Am Gründonnerstag verkleiden sich die schwedischen Kinder als „Osterweiber“, im schwedischen Paskarring oder Pskäring. Anschließend laufen sie dem Brauch entsprechend bettelnd von Tür zu Tür, in der Hoffnung Süßigkeiten oder andere Geschenke zu erlangen.
Zu der traditionellen Osterweiberkluft gehört ein langer Rock, Kopftuch, Schürze ein Besen und ein Korb. Der Karfreitag wird verbringen die meisten Familien besinnlich zu Hause und schmücken das Haus mit Birkenreisig. Schon früher zündeten die Schweden vielerorts Osterfeuer an, um symbolisch die bösen Geister und Hexen zu vertreiben. Dieser Brauch hat sich bis in die heutige Zeit erhalten und wird oft auch mit speziellen Osterfeuerwerken kombiniert.

Der Ostermontag, der Annandag påsk, ist wie in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag.

1. Mai: Tag der Arbeit

Auch die Schweden ist der 1.Mai, der Tag der Arbeit, ein gesetzlicher Feiertag.

Christi Himmelfahrt

40 Tage nach dem christlichen Osterfest wird der Kristi Himmelfärds dag als gesetzlicher Feiertag zelebriert.

Nationalfeiertag

Die Entstehung des schwedischen Nationalfeiertages begründet sich auf die Krönung Gustav Wasas am 6. Juni 1523. Die anschließende Auflösung der Union mit Dänemark und die Gründung eines selbstständigen schwedischen Staates sind der Anlass für den Feiertag, der jedes Jahr am 6. Juni stattfindet.
Außerdem wird zu dem selben Datum seit 1916 der Tag der schwedischen Flagge abgehalten. Überraschenderweise ist der Nationalfeiertag, der Sveriges nationaldag, erst seit 2005 gesetzlicher arbeitsfreier Feiertag.

Weihnachten

Die Juldagen oder das Julfest ist in ganz Schweden das längste und gleichzeitig das wichtigste Fest. Die Vorweihnachtlichen Festlichkeiten beginnen schon am 13. Dezember, dem Luciatag. Kinder verkleiden sich der Tradition entsprechend als heilige Lucia, die symbolisch das Licht in die dunkle Jahreszeit bringt.
Der Luciatag ist jedoch kein gesetzlicher Feiertag. Ein weiterer Unterschied ist die alte Mär des Julebocks, der in der vorchristlichen Zeit den Kindern die Geschenke brachte. Durch die fortschreitende Christianisierung wurde er im Laufe der Zeit durch den Weihnachtsmann, den Jultomte, ersetzt und existiert in der heutzutage ausschließlich als Weihnachtsschmuck in Form eines Ziegenbockes. Auch das Essen hat einen wichtigen Stellenwert in der Weihnachtszeit. Den Heiligabend verbringt fast jede Familie mit dem Julbord, eine Art Weihnachtsbuffet, das aus kalten und warmen Speisen besteht. Geräucherter Lachs, eingelegter Hering, die traditionellen Hackfleischklöße und der Weihnachtsschinken dürfen auf gar keinen Fall fehlen. Neben den deftigen Speisen wird Bier, Kräuterlimonade, Schnaps und Glögg, ein besonderer würziger Glühwein dargereicht. Besonders beliebt ist der Glögg am Luciafest, wenn er mit einem süßen Hefebrötchen mit Safran „Lussekatter“ serviert wird. Ansonsten bestehen zwischen dem deutschen und dem schwedischen Weihnachtsfest viele Gemeinsamkeiten wie die Bescherung oder die morgendliche Christmette.

Mitsommerfest

Der Mitsommerfreitag, der längsten Tag des Jahres, ist kein offizieller Feiertag. Trotzdem haben viele Geschäfte am Midsommarmarafton geschlossen oder schließen früher, um an den Festlichkeiten teilzunehmen, deren Ursprung noch aus den vorchristlichen Zeiten stammen. Bekanntester Brauch ist das Aufstellen der verzierten Mitsommerbäume, der Majstången, der stark an die mitteleuropäischen Tradition der Maibäume erinnert. Genauso wichtig wie die Majstangen sind die traditionellen Trachten, ausgiebige Tänze, Gesänge und Trinklieder.