Klima & Reisezeit

„Es ist doch merkwürdig“, sagte ich. „Wenn die Leute in Deutschland an Schweden denken, dann denken sie: Schwedenpunsch, furchtbar kalt, Ivar Kreuger, Zündhölzer, furchtbar kalt, blonde Frauen und furchtbar kalt. So kalt ist es doch gar nicht.“

Karlchen in Kurt Tucholskys berühmten Roman „Schloß Gripsholm“

Tatsächlich stimmen die Vorstellungen, die viele Deutsche vom Wetter in Schweden haben, nicht mit der Realität überein: Das Wetter in Schweden ist nämlich weitaus besser als sein Ruf. Dem Golfstrom verdankt Schweden trotz seiner nördlichen Lage ein gemäßigtes Klima. Im Südwesten kann das Klima sogar maritim genannt werden, mit angenehmen Sommern und milden Wintern. In den nördlichen und östlichen Landesteilen findet sich ein kontinentales Klima mit entsprechend größeren Unterschieden zwischen Sommer und Winter.

Das Gerücht, in Schweden könne man keinen Sommerurlaub machen, hält sich hartnäckig, ist aber grundsätzlich falsch. Natürlich kann der Urlauber Pech haben, zu Niederschlägen kann es natürlich das ganze Jahr über kommen. Es gibt jedoch oft lange Perioden mit trockenem Wetter, wenn sich ein Hochdruckgebiet über Schweden festsetzt und Tiefdruckgebiete nördlich oder südlich von Schweden steuert. Das Ergebnis: Wunderbar warme Sommer mit langen, milden Nächten. Selbst in Lappland sind dann Temperaturen um die 30 Grad keine Seltenheit.

Reisezeit: Der Frühling startet mit dem zarten Grün der Birken

Die schönste Sommerreise-Zeit herrscht von Mitte Juni bis Mitte August. Für Urlauber, die gern wandern, ist besonders der Herbst eine reizvolle Periode. Die Natur präsentiert sich in unglaublicher Farbpracht, die Bäume leuchten in den schönsten Farben. Winter wird es in Schweden - je nach Region zwischen Mitte Oktober und Anfang November. Die kalte Jahreszeit reicht bis in den April hinein. Bei Skifahrern besonders beliebt: Ein Winterurlaub in Schweden im Februar oder März – denn dann liegt meist noch ausreichend Schnee, aber die Tage werden schon wieder etwas länger.

Frühling wird es in Schweden von einem auf den anderen Tag. Meist Anfang Mai ist es so, als sei die Natur förmlich explodiert: Die Frühlingsblumen blühen, die Birken leuchten im schönsten Zartgrün: dem ersten Picknick im Freien steht nichts mehr entgegen.